[MSN] Austria. Kunstdiebstaehle in Genf und Gaenserndorf

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Thu Jun 21 06:39:13 CEST 2007


Kunstdiebstähle in Genf und Gänserndorf
Betroffen: Kautschukplastik von Beuys und Stierkampfzeichnung von Picasso 

Genf/Gänserndorf - Einem Privatmann sind in der Nähe von Genf ein Werk von
Joseph Beuys sowie eine bedeutende Sammlung afrikanischer Kunst gestohlen
worden. Wie die Genfer Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte, beläuft sich
der Wert der Beute auf 2,4 Millionen Franken (knapp 1,5 Millionen Euro).
Demnach stiegen die Täter bereits während der Osterferien in das Haus ein
und ließen sich auch von den Alarmsystemen nicht davon abhalten, eine Tür
des Haupteingangs aufzuwuchten.

Beim Diebesgut handelt es sich den Angaben zufolge um das Werk von Beuys aus
Kautschuk ohne Titel aus dem Jahre 1977. Außerdem wurden rund 140
Kunstgegenstände aus Afrika entwendet, darunter Masken, rituelle Geräte und
Statuen. Sie stammen unter anderem vom Dogon-Volk aus Mali. Die Polizei geht
davon aus, dass es sich bei den Tätern um Kunstkenner handelt. 

Umfassender Diebeszug

Eine Picasso-Zeichnung im Wert von mehr als 250.000 US-Dollar ist am
Dienstag aus einem Einfamilienhaus im Bezirk Gänserndorf gestohlen worden.
Wie das Landeskriminalamt Niederösterreich am Mittwoch mitteilte, dürften
die unbekannten Täter auch eine Lithographie des Künstlers erbeutet haben.
Ob es sich allerdings tatsächlich um Originale handelt, werde nun geprüft. 

Die gestohlene Zeichnung "Corrida" zeigt eine Stierkampfszene. Die
Kriminellen ließen neben teuren Anzügen, Uhren sowie Handys auch eine
womöglich echte Lithographie von Picasso, "Lysistrata", mitgehen. Diese war
mit der Unterschrift des Künstlers versehen. Ein von Picasso signiertes
Taschenbuch fiel den Kriminellen ebenfalls in die Hände. Die erbeuteten
Gegenstände - die Zeichnung "Corrida" ausgenommen - haben laut NÖ
Sicherheitsdirektion einen Wert von 41.700 Euro.

Die Ermittler müssen nun die Herkunft der gestohlenen Gegenstände klären.
Wann Gewissheit herrscht, ob es sich bei den gestohlenen Kunstwerken
tatsächlich um Werke von Pablo Picasso handelt, stand laut Landeskriminalamt
vorerst noch nicht fest. 

Die Diebe waren durch ein Kellerfenster in das Haus der russischen Besitzer
gelangt. Die Räumlichkeiten seien zum Zeitpunkt der Tat leer gestanden.
Nicht geklärt sei vorerst, ob die Kriminellen die Zeichnung "Corrida"
gezielt ausgewählt oder lediglich zufällig mitgenommen hatten. (APA/AP) 

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